Winterreifen
Winterreifen sind keineswegs Sonderausstattung für
den PKW, sondern sie gehören in der entsprechenden
Jahreszeit zum Standard. Der Reifen
ist das unmittelbare Bindeglied zwischen Straße
und Auto. Mit seinem Verhalten bei entsprechenden Situationen
wird die Sicherheit wesentlich beeinflusst.
Theoretisch müsste für jeden Belag und jede
Witterungssituation der entsprechende Reifen gefahren
werden. Das ist in der Praxis nur für Rennwagen
bezahl- und realisierbar. Für den normalen Autoverkehr
müssen entsprechende optimale Lösungen gefunden
werden.
In Europa gibt es vorwiegend Straßen mit Asphalt-
oder Beton-Belag (Autobahnen). Dem entsprechend wurden
für die wechselnde Witterung Sommerreifen und Winterreifen
entwickelt. Diese Reifen haben für die veränderten
Temperaturen jeweils andere Eigenschaften. Der Winterreifen
besitzt eine Gummizusammensetzung, die auch bei Frost
weniger verhärtet. Darüber hinaus besitzen
die Reifen für den Winter ein Lamellenprofil, womit
sie auf losen Untergrund (Schnee) besser haften. Dieses
Profil verringert sich mit steigender Kilometer-Laufleistung
in Abhängigkeit der jeweiligen Fahrweise. Bei weniger
als 4 mm sollten die Reifen gewechselt werden. Gleichzeitig
muss der Gesamtzustand des Reifens kontrolliert werden.
Oft haben sich, besonders bei Wenigfahrern, durch Alterserscheinungen
Risse oder Brüche gebildet, die die Qualität
und Sicherheit beeinflussen können. Der Reifenwechsel
sollte nur von Werkstätten mit entsprechend moderner
Technik erfolgen. Auch das Fahren mit Reifen die einen
erheblichen Altersunterschied oder unterschiedliche
Profiltiefen aufweisen ist zu vermeiden. Faustregel:
Die Fahrsicherheit des Fahrzeuges ist immer so hoch,
wie es der schlechteste Reifen zulässt.
Mit Winterreifen im Winter wird die Sicherheit im Straßenverkehr
maßgeblich erhöht. Seit Mai 2006 ist das
Fahren mit ungeeigneter Bereifung eines Fahrzeuges auf
winterlichen Straßen eine Ordnungswidrigkeit,
die mindestens mit Ordnungsgeld geahndet werden kann.
Noch teuerer kann es bei einem Unfall auf winterlichen
Straßen mit ungeeigneter Bereifung werden. Die
KFZ Versicherer können die Zahlung teilweise verweigern
und nur die Kosten des Unfallgegners übernehmen.
Die Zahlung für den Kaskoschaden wird dann abgelehnt
und der Fahrzeughalter beleibt auf diesen Kosten sitzen.
Wer straf- und sorgenfrei über den Winter kommen
möchte, der sollte weniger auf Glück und die
Kulanz der Polizei setzten, sondern mit Winterreifen
fahren. Für die Sommermonate sind die Winterreifen
wegen der geänderten Zusammensetzung und des Profils
wegen weniger geeignet. Der Verschleiß ist wesentlich
höher. Auch der Kraftstoffverbrauch kann je nach
Winterreifen höher sein. Gleich verhält es
sich mit dem Geräuschpegel (Abrollgeräusch).
Ein verantwortungsbewusster Kraftfahrer sollte in den
Sommermonaten (etwa April-Oktober) mit Sommerreifen
und in den Wintermonaten mit Winterreifen fahren.
Inzwischen sind auch moderne Alufelgen
so widerstandsfähig, dass diese im Winter an Stelle
von herkömmlichen Stahlfelgen
verwendet werden können. Damit ist die schicke
Optik auch über den Winter gewährleistet.
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